Die Labels und die Zertifizierungsstellen.

Es gibt heute immer mehr Labels, die Bio- oder Naturkosmetik kennzeichnen. Es ist nicht immer einfach, sich in dieser Vielzahl von Labels zurechtzufinden. Oft werden auch die eigentlichen Labels mit den Zertifizierungsstellen verwechselt. Letztere kontrollieren lediglich, ob alle Normen für ein bestimmtes Label eingehalten werden.

DIE BEKANNTESTEN LABELS SIND :

Cosmébio: das französische Label ist wahrscheinlich das bekannteste in Europa.

Das ist darauf zurückzuführen, dass es in Frankreich am meisten Hersteller von Bio-Kosmetik gibt. Es ist auch das Label mit den strengsten Vorschriften. Es gibt zwei verschiedene Labels mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen: -das NAT und das BIO Label.

 

 

- BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie Handelsunternehmen) vergibt das deutsche Label. Es ist ebenfalls allgemein anerkannt, zertifiziert aber nur so die genannte „Naturkosmetik“. Für Produkte mit diesem Label dürfen nur diejenigen natürlichen Rohstoffe verwendet werden, welche auf der BDIH-Liste aufgeführt sind. Die Zusammensetzung und der Anteil der einzelnen Produkte sind nicht geregelt, aber alle Einzelstoffe müssen auf der Liste vorhanden sein. Der BDIH hat sehr strenge Richtlinien bezüglich der Konservierungsstoffe und der Tenside.

 
 

- Nature et progrès, ist ein hochwertiges Label, das jedoch noch selten verwendet wird.

 
 

- Soil ist das britische Label, das nur in Grossbritannien bekannt ist. Dieses Logo kann auch andere Produkte wie Textilien oder sogar Restaurants kennzeichnen. Die Richtlinien dieses Labels sind nicht sehr streng, sind aber im Sinne der Natur.

 
 

- Natrue ist ein neues Label mit drei Qualitätsstufen (1, 2 oder 3 Sterne). Es wurde von drei grossen deutschen Markenherstellern als Konkurrenzlabel zu Cosmébio geschaffen. Sein Regelwerk ist gut, es berücksichtigt aber die Interessen der Unternehmen zu stark. Dadurch wird ihm leider etwas weniger Anerkennung zuteil, weil man seinen Erschaffern vorwirft, nicht ganz unabhängig zu sein.